Finnische Universitäten sind autonom, das heißt sie können selbstständig über Studienpläne und Aufnahme der Studenten entscheiden. Finanziert werden sie allerdings vom Staat, so dass keine Studiengebühren erhoben werden und die freie Bildung garantiert werden kann.
Hunderte von deutschen Studenten nehmen jedes Jahr die Möglichkeit, ein Semester an einer finnischen Partneruniversität zu verbringen, gerne an. Die Erasmus-Programme stellen die einfachste Möglichkeit dar um an einen Studienplatz zu kommen. Über ein solches Austauschprogramm erhalten die Studenten auch gleich ein Zimmerangebot.
Das finnische Studienjahr ist, genau wie in Deutschland, in zwei Semester geteilt, die jeweils noch einmal in zwei, durch eine Ferienwoche getrennte, Studienabschnitte eingeteilt sind. Das Herbstsemester dauert von September bis Dezember, das Frühjahrssemester von Januar bis Mai. Die Benotung der Prüfungen am Ende der Vorlesungen und Übungen erfolgt von 5 (sehr gut) bis 0 (nicht bestanden).
Für Austauschstudenten werden meistens Finnisch-Sprachkurse angeboten, die als zusätzliche ECTS angerechnet werden können. Die gleiche Möglichkeit bietet vor allem in Helsinki die Orientierungswoche mit Kursen zum Kennenlernen der Kultur des Landes.
Im Rahmen des Bologna-Prozesses wurde auch das Studium an finnischen Universitäten international vergleichbar in Bachelor- und Masterstudiengängen organisiert, die auch als Kandidat- bzw. Magisterstudium bezeichnet werden. Mit einer zweijährigen Forschungstätigkeit kann danach das sogenannte Lizentiatexamen absolviert und nach vier Jahren Forschung der Doktortitel erlangt werden. Viele Kurse, aber auch ganze Programme werden auf Englisch angeboten, so dass die Sprache kein Hindernis darstellen dürfte.